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Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen

Wenn Sie Aufträge an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) oder Blindenwerkstätten im Sinne des Blindenwaren-Vertriebsgesetzes vergeben, können Sie 50 Prozent des Rechnungsbetrages, der auf die Arbeitsleistung der Werkstatt entfällt, von der Ausgleichsabgabe abziehen (§ 140 SGB IX).

Der Betrag für die Arbeitsleistung muss auf der Werkstattrechnung gesondert ausgewiesen werden. Dabei darf die Werkstatt nur den Anteil für die Arbeitsleistung der schwerbehinderten Mitarbeiter ansetzen. Wie hoch der anrechenbare Betrag im Endeffekt ist, hängt von der Höhe der Materialkosten ab und davon, wie viele nicht behinderte Mitarbeiter zum Arbeitsergebnis beitragen. Dies ist für jede Werkstatt anders und wird nach einem Schlüssel ermittelt, der in den meisten Bundesländern zwischen Integrationsämtern und Werkstätten abgestimmt wurde.